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05.11.2019 Storchennestumzug

Bild 1: Das Nest wird auf die Holzplatte gezogen ...

Bild 2: ... und langsam mit einer Winde zu Boden gelassen

Bild 3: Abtransport des Nestes (Quelle: alle Bilder FWL)

Wie Sie wissen, haben in diesem Jahr Störche auf einem Hochspannungsmast an der Nahe vor den Toren Bretzenheims ein Nest gebaut und 2 Junge groß gezogen. Dies war für viele so direkt neben der vielbefahrenen B41 ein Grund anzuhalten, Bilder zu machen oder Filme zu drehen. Ein Naturschauspiel ganz nah. Die Störche hatten sich aus ihrem Blickwinkel einen super Platz gewählt, doch aus Sicht des Freileitungsnetzbetreibers, der Fa. Westnetz, einen denkbar ungünstigen. Wegen des hohen Gewichts, das eine mehrjährige Nutzung mit stetem Ausbau nach sich zieht, muss das Nest entfernt werden.

Da in den nächsten Monaten am nördlich gelegenen Flutgraben tote Bäume entfernt bzw. gestutzt werden, hat die FWL die Chance gesehen, hier für die Storchenansiedlung entsprechende Möglichkeiten zu schaffen. Am Wirkungsvollsten ist die Installation eines bereits benutzten Nestes auf einem solchen Baumtorso.

Hier hat nun die FWL eins und eins zusammengezählt. Die Idee war nun zu versuchen, das Nest weitgehend unbeschadet vom Hochspannungsmast zu nehmen und im Frühjahr auf einem Baumtorso zu montieren. Der erste Schritt ist getan. Mit Unterstützung des NABU hat Westnetz dies als Pilotprojekt gesehen - normalerweise werden solche Nester einfach nur runtergeworfen - und heute mit drei Mann auf dem Mast und einer Winde am Boden das etwa 50 kg schwere und 1,2 m breite Nest auf einem Traktoranhänger abgesetzt. Da auch das Wetter ein Einsehen hatte, waren wir alle froh, dass diese Aktion vollumfänglich gelungen ist. Ein großes Danke an Westnetz. Die FWL freut sich nun wie Bolle auf den zweiten Schritt. Den dritten Schritt haben wir nicht mehr in der Hand. Hier bleibt zu hoffen, dass das Nest von den Störchen im Frühjahr für gut befunden und angenommen wird.

Der Hochspannungsmast wird auch weiterhin ein predestinierter Platz für den Nestbau bleiben, so der NABU.

Nachtrag 14.01.2020: Es hat den Anschein, dass der Storchenvater aktuell Vorbereitungen trifft, um erneut auf dem Mast sein Nest zu bauen.